EEG 2021 ... bereite ich gerade für Euch auf.


70% vs. 100% EinsMan - Entscheidungshilfe

Mit der Einführung des neuen EEG im Jahr 2012 müssen fortan Solarstromanlagen in das Einspeisemanagement einbezogen werden. Das bedeutet, dass der Netzbetreiber im Falle einer Netzüberlastung PV-Anlagen über ein Rundsteuerempfänger gezielt per Fernsignal in der Leistung drosseln kann. In dem Zusammenhang wird von Einspeisemanagenment, kurz "EinMan" gesprochen.

Es gilt jedoch: 

Die Teilnahme für Kleinanlagen unter 30kWp am Einspeisemanagment ist freiwillig! Allerdings muss bei einer Nichtteilnahme die Leistung am Netzverknüpfungspunkt auf 70% der Anlagennennleístung begrenzt werden. Dieses wird kurz als "70%-Regelung" bezeichnet. Für die Umsetzung der 70% Regelung gibt es nun wiederum zwei Optionen, auf die wir weiter unten eingehen.

Im Nachfolgenden geben wir Ihnen eine Entscheidungshilfe zwischen "EinsMan" und der "70%-Regelung". Beide Varianten weisen jeweilige Vor- und Nachteile auf. Die wirtschaftlichste Entscheidung richtet sich nach der Größe und Ausrichtung Ihrer  Photovoltaikanlage.

 

 


Die Regelungen in der Zusammenfassung:

I. Einspeisemanagement "EinsMan":

Ihre PV-Anlage darf die volle Leistung einspeisen. Im Falle einer Netzüberlastung wird Ihre Anlage vom Netzbetreiber per Fernsignal gedrosselt oder auch vorübergehend ganz abgeschaltet. Zur Fernreglung müssen Sie zwingend einen sogenannten Rundsteuerempfänger (RSE) vom Netzbetreiber kaufen oder mieten.

II. Die 70%-Regelung

Bei der 70%-Regelung muss die Einspeiseleistung auf 70% der Nennleistung Ihrer Solarmodule begrenzt werden. 

Beispiel: 

Sie haben Solarmodule mit 10kW Gesamt-Nennleistung installiert. Bei der 70%-Regelung dürfen dann jedoch nur 7kW als Spitzenlast am Netzverknüpfungspunkt eingespeist werden. An guten, sonnigen Tagen wird also die Leistung begrenzt, eben auf die besagten 70%. Da jedoch in Deutschland die Anzahl der sonnigen Somertage nicht allzuhäufig vorkommen, laufen Solaranlagen einen Großteil des Jahres eh nur unter Teillast. Aus dem Grund ist der Etragsverlust bei der 70%-Regelung überschaubar. Bei einem Süddach sind es gerade mal ca. 5% Verlust im Jahr. Bei einem Ost- oder Westdach entsprechend weniger. Bei einer gleichzeitigen Belegung des West- und Ostdaches haben Sie sogar überhaupt keinen Verlust, da sich bei dieser Konstellation der Ertrag gleichmäßig über den Tag verteilt.

70% vs. 100% EinsMan - Entscheidungshilfe