Infos für Einspeiser

Registrierungspflicht für alle Stromerzeugungsanlagen im Marktstammdatenregister (MaStR) der Bundesnetzagentur

Das Marktstammdatenregister der Bundesnetzagentur (BNetzA) ist am 31. Januar 2019 in Form eines Webportals in Betrieb gegangen und wird künftig das zentrale Register für alle Stromerzeugungsanlagen sowie für alle Stromspeicher in Deutschland sein. Betreiber einer Stromerzeugungsanlage sind gesetzlich verpflichtet, sich und Ihre Anlagen in diesem Portal zu registrieren – unabhängig davon, ob Ihre Anlage bereits in einem früheren Register registriert wurde oder nicht. Weitere Informationen können Sie dem beiliegendem Schreiben und Flyer der BNetzA entnehmen.

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Informationsschreiben_gem.___25Abs.4_MaS
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EINSPEISEMANAGEMENT

Die Stromnetze der Netzbetreiber wie z.B. Avacon, LSW usw. sind so ausgelegt, dass sie den anstehenden Anforderungen eines zuverlässigen und sicheren Energietransports gerecht werden. Trotzdem kann es in besonderen Situationen dazu kommen, dass die Stromnetze nicht mehr in der Lage sind, die gesamte Energiemenge zu transportieren. Als Teil eines gesamtdeutschen Stromnetzes, das wiederum in einen europäischen Stromverbund integriert ist, können sich Transportengpässe in den übergeordneten Netzen auch auf unser Netz auswirken.

Treten solche punktuellen oder temporären Transportengpässe in den Netzen auf, d. h. übersteigt die zu transportierende Strommenge die Übertragungsfähigkeit der Leitungsnetze, weil zum Beispiel bei Starkwind viel erzeugte Windenergie in die Netze eingespeist wird, hat der Gesetzgeber die Netzbetreiber ausnahmsweise dazu berechtigt, die Transportkapazität an die zur Verfügung stehende Netzübertragungskapazität anzupassen. Diese Anpassung ist erforderlich, um Leitungen und Transformatoren vor Schäden durch Überlastung zu schützen und die Stabilität des Gesamtnetzes nicht zu gefährden.

Im erforderlichen Fall werden die am Einspeisemanagement teilnehmenden Anlagen zur Reduzierung ihrer Einspeiseleistung aufgefordert. Die Anpassung geschieht durch die Regelung der Anlagen zur Erzeugung von Strom aus Erneuerbaren Energien, Kraft-Wärme-Kopplung oder Grubengas, wenn sie durch Empfang eines entsprechenden Signals vom Netzbetreiber dazu aufgefordert werden.

Hat sich die kritische Netzsituation entspannt, wird die Reduzierung der Einspeiseleistung durch ein weiteres Signal an die Steuerung der Erzeugungsanlagen zurückgenommen.

Die gesetzliche Grundlage für das Einspeisemanagement bildet das Gesetz für den Vorrang Erneuerbarer Energien (Erneuerbare-Energien-Gesetz-EEG) §§ 6,9,11 und 12 EEG.

Zur Anmeldung von Erzeugungsanlagen am Niederspannungsnetz werden folgende Unterlagen benötigt:

Unterlagen nach VDE-AR-N-4105:

- E.4 Einheitenzertifikat (Konformitätserklärung Erzeugungseinheit)

- E.5 Prüfbericht „Netzrückwirkungen“ für Erzeugungseinheiten

- E.6 Zertifikat für den Netz- und Anlagenschutz (Konformitätserklärung)

- E.7 Prüfbericht Netz- und Anlagenschutz

Weitere Unterlagen:

- Herstellerdatenblatt Wechselrichter/Erzeugungseinheit

- Herstellerdatenblatt Module (nur bei PV)

- Schaltbild der geplanten Anlage

- Lageplan mit eingezeichneter Dachfläche (nur bei PV)

Weitere Informationen:

Umsetzung Einspeisemanagement

Grundlegende Vorgaben zur technischen Ausstattung der Anlagen zur Erzeugung von Strom aus erneuerbaren Energien, Grubengas oder Kraft-Wärme-Kopplung sind dem Gesetz für den Vorrang Erneuerbarer Energien (Erneuerbare-Energien-Gesetz-EEG 2014) § 9 zu entnehmen. Übergangsbestimmungen zur Umsetzung der gesetzlichen Forderungen regelt der § 100 des EEG 2014.